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Europäische Kommission

16. Juni 2026

Fabian Schwarzenbach

DMA: Italien prüft Apples iCloud – Milliardenstrafe?

Der Konflikt zwischen Apple und der EU ist mit der Vorstellung von Siri AI und der aufgrund des Digital Markets Act fehlenden Verfügbarkeit in der EU wieder in den Vordergrund gerückt. Nun hat die italienische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung im Rahmen des DMA angekündigt – es geht um Apples iCloud.

Der DMA ist ein Werkzeug der EU, mit dem sogenannte Gatekeeper-Plattformen wie iOS und iPadOS zu mehr Chancengleichheit bewegt werden sollen. Konkret will die EU durchsetzen, dass Apple und Co Dienste von Dritten gleichwertig zu den eigenen behandeln.

Italien: Apple soll iCloud bevorzugen

Bei Cloud-Diensten etwa muss Apple demnach sicherstellen, dass Services von Dritten für Endverbraucher genau so mit iOS kompatibel gemacht werden wie Apples iCloud.

In einer Stellungnahme auf seiner Website hat die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM mitgeteilt, man habe Beweise dafür, dass Drittanbieter von Cloud-Diensten nicht die gleichen Voraussetzung unter iOS und iPadOS hätten wie Apples iCloud. Deshalb habe die Behörde Untersuchungen eingeleitet.

Sobald es Ergebnisse gebe, würde man diese mit der Europäischen Kommission teilen. Die EU-Kommission ist die alleinige Durchsetzungsbehörde, bei Verstößen gegen den DMA drohen hohe Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Bei 416 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 läge die Höchststrafe demnach bei knapp 42 Milliarden USD.

Eine Stellungnahme von Apple gibt es bisher noch nicht. Der iPhone-Konzern argumentiert in derartigen Fällen gerne mit dem Datenschutz, der bei einer Öffnung von iOS und iPadOS für Dritte leiden könnte. Aus diesem Grund gibt es auch die unter iOS und iPad OS 27 vorgestellte Siri AI nicht.

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